Das kundenseitige Roboterhandling erreicht einen Takt von 12 Sekunden, was einer Ausbringungsmenge von 1.000 Bauteilen in etwa 10 Minuten entspricht. Mit einer Autonomiezeit von bis zu 12,5 Stunden sind lange, unterbrechungsfreie Produktionsphasen möglich.
Der Prozess startet damit, dass das kundenseitige Roboterhandling jeweils 32 Kabelbinder auf ein Förderband ablegt.
Eine KI-gestützte Vision-Kamera erfasst und zählt die Bauteile, bevor sie über einen Trichter mit Schleuse gesammelt werden. Sobald die voreingestellte Bauteilanzahl erreicht ist, öffnet sich die Schleuse und die Teile werden kontrolliert in einen Beutel abgefüllt.
- Bauteilzuführung durch kundenseitiges Roboterhandling
- Zählung und Erfassung der Bauteile durch Vision-Kamera mit KI
- Bauteilsammlung in einem Trichter mit Schleuse

Bevor der Folienbeutel befüllt wird, entnimmt ein Schlitten automatisch einen Beutel. Mithilfe pneumatischer Zylinder und Vakuumsauger wird dieser geöffnet.
Anschließend fährt der Trichter in den geöffneten Beutel und gibt die zuvor gesammelten Kabelbinder ab. Während des Befüllens sorgt ein Verdichter durch gezieltes Rütteln dafür, dass sich die Bauteile optimal im Folienbeutel verteilen und jeder Kabelbinder ausreichend Platz findet.
Sobald der Beutel vollständig befüllt ist, wird er automatisch verschweißt.
Ein besonderer Vorteil dieses Konzepts ist, dass der Werker bis zu 75 Folienbeutel gleichzeitig in eine Schublade einlegen kann. Dadurch läuft der Befüllungsprozess kontinuierlich und ohne Unterbrechung weiter.
- Öffnen des Beutels mittels pneumatischer Zylinder und Vakuumsauger
- Verdichter rüttelt den Beutel durch
- Vollständig befüllter Beutel wird verschweißt

Im nächsten Schritt werden die verschweißten Folienbeutel von einem Etikettiergerät automatisch etikettiert und über ein Förderband in die kundenseitigen Rollwägen ausgeschleust.
N.i.O.-Beutel werden nicht etikettiert, jedoch ebenfalls über das Förderband ausgeschleust. Dort kann ein Werker die Beutel gezielt entnehmen und weiterbehandeln.

Das Besondere an diesem Vollautomaten ist seine hohe Mobilität. Da unser Kunde über zahlreiche Spritzgussmaschinen verfügt, wurde die Verpackungsanlage auf Rollen ausgeführt. So kann sie flexibel und unkompliziert an jede beliebige Spritzgussmaschine verfahren werden, genau dorthin, wo sie aktuell benötigt wird.
Insgesamt entstand so eine flexible und effiziente Verpackungslösung, die den Produktionsprozess unseres Kunden spürbar optimiert und maximale Anpassungsfähigkeit im laufenden Betrieb bietet.
